Was ist hier eigentlich los?

Immer öfter fragt man sich, ob eigentlich alles vor dem AUS steht.

Die Bienen stehen kurz vor dem Aussterben und wir wissen, wenn sie gehen, dass wir dann auch mitgehen müssen, aber Mal so eben wurde das Vergiften der Umwelt mit Glyphosat um weitere Jahre genehmigt.

Ferkel werden nach wie vor ohne Betäubung kastriert und überhaupt viel zu früh geschlachtet und Mal so eben wird das Leid der kleinen Säugetiere verlängert, aus wirtschaftlichen Gründen, heisst es.

Über das Leid der Kälber wurde auch endlich Mal berichtet und bewusst gemacht, dass eine Kuh nur dann Milch gibt, wenn sie ein Kalb hat, also hat sie jedes Jahr ein Kalb und da es dann zu viele Kälber gibt, werden sie getötet oder in elendig langen Transporten um die halbe Welt geschickt, kleine Säugetiere, die ihre Mutter brauchen und stattdessen, ohne Wasser und ohne Muttermilch, auf den Transporten vor Angst und Schwäche sterben oder einige noch halblebend im Ausland geschlachtet werden. Wenn sie „Glück“ haben, was in Wirklichkeit ein grosses Pech ist, gelangen sie in einen digitalisierten Stall und werden als Milchgeber verwaltet. Achso, die männlichen Kühe werden natürlich alle sofort oder im Ausland vor Ort geschlachtet. Das ist zu brutal, um darüber zu schreiben? Die Wirklichkeit ist noch viel brutaler als diese Informationen. Mal davon abgesehen, dass Kühe nur für ihre Kälber Milch produzieren, so wie eine Menschenmutter das nur macht für ihr Kind und Kuhmilch für den Menschen sogar unverträglich ist bis hin zu schädlich, frag ich mich und fragen sich viele immer mehr, wer hat diese Welt eigentlich gemacht?

Reine Profitgier und das auf Kosten aller.

Verseuchte Lebensmittel in den Supermärkten, Plastik im Trinkwasser, neben dem überhöhten Nitraten, die neben Glyphosat in Form von Schweinefäkalien oft massenhaft und viel zu viel auf die Felder gespritzt wird.

Samtgemeinderäte, die kein Gefühl mehr haben für Kinder und aus Profittreiberei Mal so eben zwei funktionierende Dorfschulen schliessen wegen 80.000 Euro Ersparnis, jährlich, gleichzeitig aber viele überteuerte Projekte bei ihnen vor der Haustür genehmigen. Wie kalt sind solche Menschen, wie wenig schauen sie in die Zukunft.

Achso ja, wir haben ja keine Zukunft. Also ist alles egal?

Im gesamten letzten Jahr sah ich 2 Hummeln und in etwa 10 Bienen und ich lebe auf dem Land, ach nein,…ich lebe im Glyphosatland Niedersachsen.

Noch im letzten Jahr hatten wir im Vogelhäuschen immer mehr als 10 Spatzen parallel und  mehr als 5 Kohlmeisen und in diesem Jahr waren es nur noch 5 Spatzen parallel, festgehalten für die Vogelzählung vom Nabu. Keine Amseln mehr, 2 Kohlmeisen parallel.

Das alles macht einem langsam Angst. 

Ich bin vor 21 Jahren aufs Dorf gezogen, um naturnah zu leben. Aber wo ist die Natur hin?

Ich bin noch hier, aber sie ist weg. Wer weiss, wie lange man selber noch hier ist, wie lange alle noch hier sein werden.

Die Welt kämpft um ein Klimaziel, nur keiner tut etwas. Gerede gibt es wie immer viel, aber alle verpennen das Retten der Welt, wie mir scheint.

Die Welt versinkt im Plastikmüll, junge innovative Firmen wurden aktiv und fischen einen Teil des Mülls aus den Meeren, aber es wird nach wie vor Plastik produziert. Warum?

Achja, aus wirtschaftlichen Gründen, ich vergass….

Die letzte Zeche wurde geschlossen, nun denken viele, dass wir ja keine Kohlekraftwerke mehr am Netz haben, weit gefehlt, es wird nur keine Kohle mehr bei uns gefördert, die kommt nun aus Brasilien, damit unsere Dreckschleudern weiterhin das Klima kaputt machen können.

Die Zukunft soll aus E-Autos bestehen und die Leute denken, das sei gut. Aber für die Herstellung von Lithiumbatterien werden täglich 21 Millionen Liter Wasser verschwendet. DAS ist also keine Alternative. Dabei könnte man zumindest ganz saubere Diesel bauen, man muss es nur wollen. Hybrider mit sauberem Diesel. Verbrauch 4 Liter. Solange es noch keine wirklich 100 Prozent sauberen Antriebstechniken gibt. Wasserstoffautos wären gut, aber auch die haben Nachteile.

Ich dachte immer der Mensch sei auf der Erde, um seine Intelligenz zu fördern und mit der Erde zu leben, seine Fähigkeiten zu nutzen, für alle, aber mir scheint je länger der Mensch lebt, desto dümmer wird er. Evolution rückwärts. Zumindest in den Vorstandsetagen, zumindest in der Politik, in der Wirtschaft geht alles rückwärts, statt vorwärts.

Das scheint eine Art Übung zu sein, für die Zeiten, wenn die Menschheit in Höhlen wieder neu anfangen muss. Der Tag wird kommen, wenn sich hier nicht sofort drastisch alles ändert. Es ist nicht die Frage, ob die Menschen dabei sind, das Leben auf der Erde unmöglich zu machen, es ist nur die Frage, wann es genau soweit ist, dass wir hier nicht mehr leben können, gut leben können, ich spreche nicht vom Dahinvegetieren? In einem Jahr? Gibt es in einem Jahr noch Bienen? Genügend? Wenn nicht, dann zählt der Countdown, 5, 4, 3, 2, 1 Jahre und adieu.

Tja, eine Ohnmacht zieht sich durch alles hindurch. Ohnmacht bedeutet ohne Macht zu sein. Vielleicht fällt jetzt dem letzten auf, dass die breite Masse der Menschheit nur dazu dient, billiges Melkwerk für die oberen 1.000 zu sein.

Schnauze halten, immer weiter, sich alles gefallen lassen, nicht nach links und nicht nach rechts gucken, Scheuklappen auf und geradeaus, hinein in den Tod. Es ist nur die Frage, wie viel Leben hat denn überhaupt im Einzelnen gesteckt während seines Lebens? Nicht viel, denke ich oft.

Nutzt es noch was, dass die Macht vom Verbraucher aus geht, vom Bürger, vom Erdbewohner? Nützt es noch was zu sagen, passt auf, wen Ihr wählt? Nützt es noch was zu sagen, steht endlich auf und macht Euch laut bemerkbar, geht auf die Strasse und wehrt Euch. Versucht es wenigstens. Es mag sein, sie da oben, machen nach wie vor das was sie wollen. Mag aber auch sein, dass sie, wenn sie keine angepassten Melkmenschen mehr vorfinden, doch etwas umdenken müssen. Ich würde so gerne am Schluss dieser Zeilen ein klein wenig Optimismus verteilen, aber irgendwie hab auch ich keinen mehr.

70 Prozent der Menschen trampeln sowieso nur jedem Trend hinterher, ohne selber zu denken. Sie funktionieren im Kollektiv. Wird Ware mit Plastik angeboten, kaufen sie sie, werden Ersatzstoffe angeboten, dann kaufen sie eben das andere. Also ist es besser, ihnen Waren ohne Plastik anzubieten. 70 Prozent der Menschen funktionieren wie Pawlowsche Hunde. Alle stehen mit einem Signal auf, alle fahren zur gleichen Zeit zur Arbeit, alle fahren zur gleichen Zeit zurück und rühmen sich schon mit Gleitzeit und sagen: „Tun wir ja gar nicht, wir fahren eine Stunde früher und kommen eine Stunde früher nach Hause.“..O.k., ist das die ganze Freiheit? Na dann. Alle kaufen ihre Häuser, alle nehmen Geld bei einer Bank auf, alle kaufen sich einen Grill und alle grillen am Wochenende im Garten. Soll ich denen noch kommen mit „Fleisch ist ungesund“ und „denkt doch bitte an die Tiere“? Für die Tiere tut mit das unendlich leid, denn es hat keinen Einfluss auf das im Massenkollektiv denkende mitlaufende Menschlein. Alle jammern ab 50 über die gleichen Krankheiten, alle schlucken irgendwann die gleichen Pillen und alle gehen irgendwann in Rente, wenn sie die erleben und keiner sagt was gegen die Doppelbesteuerung der Rente. Ach sorry, nicht alle kaufen ein Haus, manche eine Wohnung oder wohnen zur Miete.

Das ist für kreative Menschen unendlich langweilig und oft unerträglich.

Ich bin eher die Sorte Mensch, die möglichst nie zum Arzt geht und wenn ich Mal wen anders dort hin begleite, dann im Wartezimmer laut einen Witz erzählt, so dass ein bisschen Stimmung in dem „Totensaal“ ist.

Schlimm finde ich die Bannflüche, wie das Kollektivjammern der Leute, wenn sie von sich geben, „Mit 50 geht es einem so und so, da kann man nichts machen, das ist eben so“… und „Ab 60 geht ja gar nichts mehr“ und sich dann aber freuen, wenn einer über 80 Jahre alt wurde, geschweige denn über 90 Jahre. Die Frage ist nur, was hat derjenige seit seinem 60. Geburtstag gemacht, wenn ab da „nichts mehr ging“…Bow, wie langweilig.

Normalerweise würde ich als Coach überlegen, wie man diese tödliche Tristesse für alle durchbrechen kann, aber momentan bin ich selber ratlos und fühle mich nicht gut, bei all diesen Tatsachen. Es sind ja leider nicht nur ein paar morbide Gedanken, sondern Tatsachen.

Ich wäre durchaus bereit, mich wie schon so oft, auf den Weg zu machen und fröhlich pfeifend durch die Gegend zu laufen und eine Zeit lang kann ich auch immer noch, andere mit Fröhlichkeit anstecken. Früher kam ich mehrere Tage damit durch, aber heute erstickt fast jedes Gegenüber Positives im Keim.

Puh, ich werde noch mehr Insektenblumen pflanzen und noch mehr Vogelhäuser aufhängen und ich werde Vögel ganzjährig füttern, sie finden ja kaum noch ein Insekt zum Fressen oder kaum ein nicht vergiftetes Korn.

„Ändere die Dinge, die Du ändern kannst und nimm die Dinge hin, die Du nicht ändern kannst, aber höre nie auf zu versuchen, sie zu ändern. Ob Du sie nicht ändern kannst, merkst Du oft erst nachdem Du es versucht hast.“ Jaja, der Spruch geht anders, ich weiss.

„Lieber Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

Man sagt, alles findet seinen Ausgleich. Wie sähe denn der Ausgleich der Erde aus? Was wird sie tun, um ein Gegengewicht zum Menschen zu konstruieren? Wie viele werden das überleben? Wo bekommt man Keulen für die Höhlen? Uga aga. 

Na denn.

ela